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Richtiger Riecher für den Zeitgeist
Mit der Wirtschaftskrise über die momentan landauf und landab geklagt wird, kommt Christof Hartmann „gut klar“, wie er sagt. Der Zimmermeister ist in der Region Obermeckenbeuren verwurzelt. Hier hat er vor rund 18 Jahren seine Firma Holzbau Hartmann gegründet. Doch heute gehöre mehr dazu, als sich einen guten Namen gemacht zu haben, um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, weiß der Geschäftsmann. Weshalb sich der 43-Jährige neben den klassischen Holzbauarbeiten ein zweites Standbein geschaffen hat. Seit diesem Jahr setzt er auch auf Photovoltaikanlagen. „Wir bauen die Anlagen komplett“, erzählt Hartmann. Wobei die Module, mit denen Solarstrom erzeugt wird, von ihm und seinen Mitarbeiter nicht ohne ordentliche Prüfung der Bausubstanz auf den Dächern montiert werden. „Schließlich müssen Ziegel, Eternitplatten oder Sandwichbleche die Photovoltaikanlage mehr als 20 Jahre tragen.“ Eine Sanierung oder ein kompletter Neubau des Dachs sei daher manches Mal unumgänglich. Aber auch ästhetische Gesichtspunkte spielen beim Kundengespräch für Hartmann eine Rolle. „Vor allem auf Privathäusern soll die Anlage schließlich nicht das ganze Gebäude verschandeln.“
Die Nachfrage nach dieser umweltfreundlichen Art der Stromerzeugung sei sehr groß und der Bedarf an Photovoltaikanlagen wird nach der Meinung von Hartmann in den kommenden Jahren auch weiter steigen. Der Zimmermeister hat vorgesorgt und sich im Zimmererverband, dem er angehört, in dieser speziellen Technik schulen lassen. Bereits in den Jahren zuvor hat Hartmann den richtigen Riecher dafür gehabt, was künftig gefragt ist, auf dem Markt und wie er konkurrenzfähig bleibt. Der erfolgreiche Unternehmer, der gerade mal 26 Jahre alt war, als er seinen Betrieb gründete, stellte von handgeschriebenen Rapport-Zetteln um auf eine digitale Zeiterfassung. „Die lästige Zettelwirtschaft gehörte damit der Vergangenheit an“, erinnert sich Hartmann. Seine 15 Mitarbeiter kamen schnell klar, mit den Digi-Raports, die kaum größer sind als ein Handy, sich leicht bedienen lassen und sich auf der Baustelle durch ihre Robustheit auszeichnen. Die Auswertung der Daten erfolgt am PC mit der Software Digi-Time-Control. „Früher war das mühselig“, sagt Hartmann. „Die zuständige Mitarbeiterin hat zwei Stunden gebraucht. Heute ist in maximal 20 Minuten alles erledigt.“ Foto Richtfest: Es ist geschafft, ein hartes Stück Arbeit ist vollbracht und
die Solarstromanlage ist auf der Halle des Obstgroßmarktes in
Meckenbeuren angebracht.
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